Umzug meines Rio 120

Nachdem ich mein großes Aquarium abgeben musste, habe ich es nicht sehr lange ganz ohne Meerwasser-Aquarium ausgehalten. Ich hatte deswegen schnell wieder ein altes Rio 120 von Juwel umgebaut, das ich früher für Süßwasser-Garnelen gekauft hatte. Mit einem kleinen Abschäumer von Tunze, einem zusätzlichen LED-Leuchtbalken und der Entfernung des normalen Filter-Substrats war damals das Rio 120 schnell tauglich für Meerwasser-Tiere gemacht.

Nach dem Umzug ins neue Haus habe ich endlich auch das kleine Aquarium an seinem vorläufigen Platz aufgebaut, wo die Tiere warten müssen, bis sie ins große Aquarium umziehen dürfen.

Um das Wasser im zukünftigen Meerwasser-Technikraum für das 3000l Aquarium aufbereiten zu können, habe ich neben einer Feuchtraum-LED-Lampe meine Umkehrosmose-Anlage mit Pumpe zur Drucherhöhung mit einem kleinen 1″-Hahn an die Kaltwasser-Leitung das neue Waschbecken angeschlossen.

Mit dem wiederaufgetauchten Refraktometer und Leitwermessgerät ging es dann mit einer neuen Ladung Vollentsalzungs Mischbettharz und einem Eimer Professional Sea Salt von Fauna Marin ans Ansetzen von 120l frischem Salzwasser in mehreren Kunststoffboxen.

Da ich bei den diversen Boxen keine Markierungen für den Wasserstand hatte und um nicht das Ausschalten der Umkehrosmoseanlage zu vergessen, verwende ich wieder eine Zeitschaltuhr mit Timer-Funktion aus dem Baumarkt.

 

Hier ein paar erste Fotos des umgezogenen Aquariums, von der provisorischen Wasseraufbereitung sowie dem Stand des zukünftigen Meerwasser-Technikkellers:

Das Aquarium steht jetzt schon eine Weile und bis auf einige Transportschäden an den Seriatopora hystrix (Christusdorn-Koralle) geht es allen Tieren auch einige Tage nach dem Umzug sehr gut. Die Steinkorallen (SPS und LPS) scheinen sogar den kompletten Wasserwechsel zu mögen und sehen besser da als vorher.

Die Weich- und Hornkorallen sind wohl wegen der zu geringen Nährstoffe nicht ganz so begeistert, zeigen sich nach ein paar mal Füttern der beiden Arzur-Riffbarsch (Chrysiptera hemicyanea) jetzt auch schon wieder mehr offen und die beiden Fische sind am neuen Standort trotz Treppe viel weniger scheu und schreckhaft als im Büro.

Anders als es viele empfehlen, habe ich bei diesem Umzug weder den eingefahrenen Sand mit umgezogen noch das alte Wasser und bin sehr zufrieden, ganz ohne Sand und mit 100% frischem Salzwasser.

Bei meinem ersten Umzug mit weniger empfindlichen Tieren, bei dem ich Sand und Wasser mitgenommen hatte, hatte ich  damals leider viele Tiere verloren. Diesmal gab es trotz ungünstigeren Umständen zum Glück überhaupt keine Verluste und die Tiere stehen besser da als vor dem Umzug.

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