Test: Maxspect Gyre XF-150

In diesem Artikel möchte ich einige ersten Erfahrungen mit der neuen Strömungspumpe Gyre XF-150 von Maxspect weitergeben. Ich habe die Pumpe jetzt etwa seit drei Wochen in meinem Meerwasser-Aquarium im Einsatz.

Hier ein paar Fotos vom Auspacken der Gyre XF-150:

 

Bei mir ersetzt die eine Maxspect Gyre XF-150 für 319 Euro in meinem Meerwasser-Aquarium mit knapp 1000 Litern die bisher verwendeten drei Tunze Turbelle Stream 6085 für einzeln jeweils etwa 115 Euro oder zusammen gerechnet 345 Euro.

Dabei haben die Tunze-Ströhmungspumpen keine Steuerung, liefern zusammen allerdings nach den Angaben von Tunze bis zu 24.000 l/h. Die Maxspect Gyre XF-150 liefert alleine auf dem Papier 18.000 l/h.

Dabei verbraucht sie laut Handbuch max. 60 Watt, während die drei Tunze-Pumpen laut Hersteller einzeln 14 Watt oder zusammen 42 Watt verbrauchen sollen.

Nachmessen konnte ich aber leider weder den Stromverbrauch noch die geförderte Menge Wasser.

Hier habe ich versucht, die Geräusche der Pumpe in verschiedenen Betriebszuständen und Einstellungen aufzunehmen:

 

Meine Meinung zur neuen Pumpe

Pro:

  • Verschiedene Betriebsmodi, u.a. Wellen und Rückwärtslauf.
  • Stärke der Strömung über Drehregler einfach einstellbar.
  • Die Verarbeitung macht einen soliden und wertigen Eindruck.
  • Laminare und besser gerichtete Strömung im Vergleich zu der punktuellen und etwas schwer auszurichtenden Strömung der drei alten Tunze-Pumpen.
  • Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.
  • Die Pumpe benötigt sehr viel weniger Platz und fällt kaum auf.
  • Einfachere Reinigung als bei den Kugel-Pumpen.

Contra:

  • Etwas höherer Stromverbrauch und die Strömungspumpe läuft Tag und Nacht.
  • Zumindest auf dem Papier etwas geringere Leistung, was aber durch weniger Verwirbelungen kaum auffällt.
  • Nicht ganz so leise wie erhofft, das könnte sich aber noch geben.
  • Der Drehregler zur Geschwindigkeitsregelung blockoert manchmal etwas und ist dann nicht mehr so einfach zu drehen.
  • Die Zeit bei der einstellbaren Pause zur Fütterung der Fische reicht mir bei weitem nicht, allerdings kann man die Leistung über den Drehregler auch schnell runterfahren.

 

Mein Fazit zur Maxspect Gyre XF-150

Anders als bei der LED-Lampe Maxspect R420r, die ich sofort wieder zurückgeschickt habe, bereue den Kauf der Maxspect Gyre XF-150 nicht und würde die Pumpe auf jeden Fall weiterempfehlen.

Auch wenn die Leistung mit 18.000 l/h im Gegensatz zu 24.000l/h bei den Tunze Pumpen angegeben ist, scheint mir die Strömung fast stärker zu sein, was vielleicht an der geringeren Verwirbelung liegen könnte.

Etwas entäuscht war ich von der Geräuschentwicklung. Obwohl ich das neuere Modell mit Gummi-Dämpfung am Magnet-Halter habe, scheint mir die Pumpe nicht leiser als die 3 Tunze Pumpen zu sein. Zudem ist die Tonlage etwas höher, so dass das Geräusch fast mehr auffällt, als das dumpfe Brummen der anderen Pumpen. Bleibt zu hoffen, dass die Pumpe nach einiger Zeit wirklich noch etwas leiser wird, wie ich in einigen Foren gelesen habe.

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    • Max am 2. September 2015 um 14:38

    Antworten

    Danke für den Test-Bericht! Hast Du vielleicht doch das alte Modell, das soll lauter sein?
    cu
    Max

    • Martin am 2. September 2015 um 16:53
    • Autor

    Antworten

    Hallo Max, Danke aber nein, es handelt sich sicher um das neue Modell, das kann man an der anderen Magnet-Haltern mit Gummi-Überzug sehen.
    Gruß
    Martin

    • Harald Bänsch am 25. Dezember 2015 um 10:45

    Antworten

    Wir haben die Gyre nun über ein Jahr gestest und unser Fazit ist: nicht zu gebrauchen. Die beworbenen Strömungseffekte konnten von uns nicht gemessen werden zudem ist bei voller Leistung nicht garantiert das Tiere angesogen werden. Kleinere Fische mußten wir schon befreien.
    Am eklatantesten sind aber die massiven Qualitätsmängel die bei einer Pumpe dieser Preisklasse definitiv nicht auftreten dürfen. So werden selbst durch kleine angesogene Partikel die Turbinen geschreddert. Nicht umsonst liegen jeder Pumpe gleich 2 Ersatzturbinen bei. In der Regel halten die aber nicht lange. Das Kabel am Eingang zum Motor wurde durch die Eigenvibration durchgescheuert sodaß die einzeilenen Phasen sichtbar wurden. Die Kupplung wo die Turbine aufgesteckt wird hat sich Rund-gescheuert sodaß diese die Turbine nicht mehr antreiben kann um nur einige Probleme zu nennen. Auch der neue verbesserte Halter kann die mächtigen Vibrationen und Geräusche nicht nachhaltig unterbinden.

    • Martin am 25. Dezember 2015 um 11:30
    • Autor

    Antworten

    Hallo Harald,

    danke für Deinen Kommentar. Schade, dass Du so Probleme mit Deiner Gyre hast. Ich habe auch in Facebook-Gruppen inzwischen immer wieder gelesen, dass es Probleme mit der Strömungspumpe gibt. Ich habe meine alten Tunze zur Sicherheit auch mal aufgehoben 😉

    Bei mir läuft sie jetzt seit etwa 6 Monaten und bis jetzt habe ich die Ersatz-Rotoren noch nicht gebraucht, sie ist eher noch leiser geworden und mit dem Kabel ist noch alles ok, aber ich werde auf das Stromkabel besonders achten, nachdem ich das letzt bei einer Eheim-Pumpe hatte, dass die Isolierung total weg war…

    Gruß
    Martin

    • Robert am 16. März 2016 um 15:03

    Antworten

    Hallo Martin,
    ich bin durch Zufall draufgekommen – wenn Du am Regler die Betriebsmodus-Taste länger gedrückt hältst, schaltest Du die Gyre komplett ab. Für die Reaktivierung reicht dann ein Tastendruck – Einstellungen bleiben natürlich erhalten.

    Mein Fazit für die 130er: ständig gerissene Wellenlager/Bushings, Surgeräusche der Pumpe lästig, Schergeräusche machen sich zum Teil auch bemerkbar, katastrophaler Geräuschpegel beim Rückwärtslauf :-/

    lG Robert

    • Martin am 16. März 2016 um 15:16
    • Autor

    Antworten

    Hallo Robert,

    vielen Dank für den Tipp, werde ich beim Füttern gleich mal testen! Tut mir leid, dass Du so einen Ärger mit Deiner 130er hast 😐 Meine 150er tut bis jetzt zuverlässig ihren Dienst und hatte noch keine Deffekte und auch die Lautstärke ist gut.

    Gruß
    Martin

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