Erste Fische und andere Tiere

Nachdem ich vor kurzem mit etwa 160kg  Professional Sea Salt aufgesalzen und das Wasser auf Temperatur gebracht habe,  durften die ersten Tiere aus meinem alten umgebauten Juwel Lido 120l in ihr neues, deutlich größeres Zuhause umziehen. Dazu gekommen ist noch ein Schwarm Grüne Schwalbenschwänzchen (Chromis Viridis) sowie einige Arzur-Riffbarsche oder Gelbbauch-Demoisellen (Chrysiptera hemicyanea). Neben einigen Weichkorallen, einer Gorgonie, Krustenanemonen (Zoanthus) und Röhrenkorallen wie auch einer Lila Montipora-Platte und einigen roten Montipora Digitata sind zudem ein paar Anemonen und ein einsamer Röhrenwurm im Becken.

Es kommt also erstes Leben in das >3000l Aquarium. Der Abschäumer hat schon länger seine Arbeit begonnen und es bilden sich  die klassischen braunen Beläge der Einfahrphase auf Steinen und Scheiben:

 

Ich hatte schon letztes mal eine klassische Einfahrphase gemacht und war damit auch nach 6 Jahren Standzeit des alten Becken sehr zufrieden. Ich hatte im kleinen 120l Becken auch mal sofort gestartet, für das große Becken ist es mir aber einfach zu teuer und riskant, es gleich komplett zu besetzen.

Beheizen mit zwei Eheim Aquariumheizern aus Glas

Obwohl das Wasser mit Beleuchtung, Pumpen und anderer Technik bei Raumtemperatur von etwa 21°C schon fast 24°C hat, habe ich zur  Sicherheit zwei 300W Heizstäbe in den Technikbecken platziert, damit die Temperatur nicht unter 22°C fällt.  In der Meerwasser-Aquaristik sind ja eigentlich die Titan-Heizer mit externer Steuerung üblich, ich habe mich wie schon beim alten Aquarium für normale Eheim-Heizer entschieden. Trotz Glas und kleinen Abweichungen bei der Temperatur war ich auch im Meerwasser-Bereich mit diesen Heizstäben immer sehr zufrieden. Ich habe noch nie einen Glas-Heizstab zerbrochen oder beschädigt, hatte auch nie einen Ausfall. Außerdem braucht es so weniger Kabel und Technik. Selbst wenn ein Heizstab ausfallen oder dauernd heizen sollte, dürfte der Schaden bei zwei unterdimensionierten Heizungen nicht zu groß sein.

Sehr schön finde ich übrigens, dass die beiden Sicce SDC 9 Förderpumpen gleich je ein Thermometer integriert haben, so dass ich die Temperatur am Rücklauf jederzeit über die App der Pumpen sehen kann. Spätestens wenn ich sie zur Fütterung drossele, sehe ich so immer die Temperatur und kann jederzeit am Handy nachschauen.

Faunamarin Carb L im Fließbettfilter

Was mir noch fehlte war außerdem ein Fließbettfilter für den Einsatz von Aktivkohle und bei Bedarf auch etwas Zeolith, die ich bei Fauna Marin mitgenommen habe:

Die ersten ca. 700g der Aktivkohle (50% der empfohlenen Dosierung) habe ich auch schon mit kochendem Osmosewasser aufgegossen und 24 Stunden stehen gelassen, um sie zu aktivieren, wie in dem Video zur Daueraktivkohle Carb L von Fauna Marin beschrieben.

Netterweise habe ich von Claude Schumacher auch wieder einige Tipps und Anregungen bekommen, von der Technik bis zur Korallen-Haltung. Außerdem den Free ICP Wassertest.

Die Korallen von Fauna Marin können übrigens auch in den neuen wiederverwendbaren Transport-Bechern sicher verstaut werden. Den kann ich beim nächsten Besuch einfach wieder mitnehme. Außerdem kann ich die ganzen Verpackungen von Salz über MB20 Harz, Carb L Aktivkohle usw. wieder zurückbringen und weiter benutzen, so dass ich fast keinen Plastik-Müll produziere. Das freut mich sehr, weil ich generell so wenig Müll wir möglich erzeugen will, dies in der Aquaristik aber bisher wirklich schwer ist.

Tunze Beleuchtung und Scheibenreiniger

Neben den Heizstäben habe ich auch noch eine tauchbare LED-Pflanzenleuchte von Tunze gekauft, um die Gitterbox mit einigen  höeren Algen im ersten Technikbecken nach dem Kalkreaktor zu beleuchten. Die Meerwasser-Version der Lampe „Eco Chic Refugium“ hatte ich schon in meinem alten Aquarium im Technikbecken, um Algen und Ableger zu beleuchten.

 

Bei Fauna Marin habe ich auch einen ersten Wassertest (ICP) machen lassen. Nachdem unter anderem Eisen und andere Metalle stark erhöhte Werte aufweisen, habe ich nach einer Ursache gesucht. Da ich bei den Pumpen und der restlichen Technik nichts efunden habe, habe ich entdeckt, dass der Tunze Care Magnet wohl rostet und aufgeplatzt war:

 

Ob die nicht so guten Wasserwerte wirklich von diesem Defekt kommen, kann ich natürlich nicht sagen aber ich werde erst mal den nächsten Test abwarten. Netterweise hat  Tunze sofort auf meine Beschwerde-E-Mail geantwortet und einen Ersatz angekündigt. Ich werde die Werte nach dem Austausch natürlich genau im Auge behalten und ggf. weiter suchen, wodurch Eisen ins Becken kommt.

 

 

 

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